APR 11 2019

Wissensaustausch zwischen Mitarbeitern und Abteilungen führt zum Erfolg.

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Von Brockhaus zu Wikipedia: Wo einst nur Experten ihr Fachwissen beisteuerten, teilen nun alle möglichen Menschen freiwillig ihr Wissen und ermöglichen damit die stetige Erweiterung der umfangreichsten Enzyklopädie der Welt – eine Strategie, von der auch Unternehmen profitieren. Dieser Aspekt des Network Thinking ist jedoch bei vielen festgefahrenen Unternehmen noch nicht angekommen.

Durch digitale Entwicklungen steigt die Komplexität zukünftiger Herausforderungen. Um sie zu meistern, müssen Experten aus unterschiedlichen Bereichen ihr Wissen zusammenlegen. Diese unternehmensweite Vernetzung schafft immense Innovationspotentiale. Manchmal kommt eine bahnbrechende Idee nämlich aus einer unerwarteten Ecke.

Bei der New York Times waren beispielsweise Verlag und Redaktion bis in die 00er-Jahre strikt getrennt. Als der Umsatz mit der Digitalisierung sank und Anzeigengewinne fielen, musste umgedacht werden. Ausschlaggebend war letztendlich die engere Verzahnung der Abteilungen Technologie, Design, Forschung, Produktmanagement und Redaktion. Seit 2015 veröffentlicht die Zeitung Native Advertising-Anzeigen, Artikeln ähnelnde Werbeangebote, wodurch die Anzeigengewinne wieder stiegen.

Zusätzlich zum Teilen ist auch Transparenz für die stetige Vernetzung wichtig. Google nutzt beispielsweise seinen Kalender als Vernetzungsinstrument. Die Tageskalender aller Mitarbeiter sind jederzeit einsehbar. Wenn ein Mitarbeiter z.B. die Firma SAP kontaktieren möchte, kann er im Kalender sehen, welcher Kollege zuletzt dort mit jemandem in Kontakt war. So kann er dann an diese persönliche Beziehung anknüpfen, statt auf Kaltakquise setzen zu müssen.

Allein am Expertenwissen zu feilen, reicht nicht mehr aus, um in der heutigen Welt Fortschritte zu erzielen. Transparenz und das Teilen von Wissen ermöglichen Unternehmen einen Informationsvorsprung. Doch während sich die Arbeitsweisen entwickeln, hinkt der Bildungsbereich hinterher. Wie können wir das Bildungswesen anpassen, um die Jugend bereits auf die neue Arbeitswelt vorzubereiten?

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