MAI 30 2019

Wer ein Unternehmen digital transformieren will, braucht eine neue Form von Führung.

Digitale transformation, Wissen

Viele Führungskräfte lieben ja angeblich Herausforderungen. Das passt gut, denn mit der digitalen Transformation werden so einige auf sie zukommen – der Abschied vom alten Führungsverständnis zum Beispiel.

Die meisten Mitarbeiter sind Profis in dem, was sie beruflich tun. Sonst wären sie ja nicht eingestellt worden. Zeit also, ihnen mehr Verantwortung zu übergeben. Und das heißt nicht nur, Aufgaben zu delegieren, denn so würden sie am Ende ja doch wieder bei Chefchen landen, der das Ergebnis kontrollieren und bewerten muss. Moderne Führungskräfte lassen diesen letzten Schritt aus und geben die Verantwortung an den Mitarbeiter ab. Wenn er Hilfe braucht, kann er ja fragen.

Die meisten Unternehmen kommen ohnehin weit besser ohne Führung aus, als man denkt. Oder hast du schon einmal erlebt, dass eine ganze Abteilung den Bach runtergeht, nur weil der Boss einmal drei Wochen lang im Urlaub ist?

„Na gut, aber wozu braucht man dann überhaupt noch einen Chef?“, fragst du dich jetzt vielleicht. Ganz einfach: als Dienstleister. Dienende Führung bezeichnet ein neues Führungsverständnis, nach dem es die erste Aufgabe des Vorgesetzten ist, seinen Mitarbeitern alles zur Verfügung zu stellen, was sie zum Arbeiten brauchen.

Führungskräfte sollten jedoch nicht nur lernen, zu dienen, sondern auch zu kommunizieren. Eine Unternehmenstransformation muss professionell vermittelt werden. Das heißt: Zuerst wird den Mitarbeitern mitgeteilt, was das Ziel ist, wie es erreicht werden soll und v.a. wozu. Um sie vom Nutzen der Transformation zu überzeugen, sollten die Vorteile hervorgehoben werden, die sich für sie selbst und das Unternehmen daraus ergeben. Wer diesen Schritt auslässt, riskiert einen Blindgänger.

Auch nach außen müssen die Änderungen verständlich und nachvollziehbar kommuniziert werden. Dabei sollten die Inhalte der Kommunikation, wie z.B. Blogposts oder Interviews zum Wandel, unbedingt selbst produziert werden. Das gilt sowohl für die Außen- als auch die interne Kommunikation. Außerdem kann es sinnvoll sein, Fachleute um Hilfe zu bitten, die sich damit auskennen, welche Formate für welche Inhalte am besten geeignet sind.

Die Verwendung verschiedener Kommunikationsformate ist wichtig, um möglichst viele Perspektiven und Facetten abzudecken und die digitale Transformation bestmöglich zu vermitteln.

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