AUG 30 2019

Immer mehr Aspekte unseres Lebens werden durch Datensammlungen erschlossen.

Wissen

Mit der Verbreitung der Smartphones und sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram und Co. haben wir uns schnell daran gewöhnt, alle möglichen Informationen über uns selbst zu veröffentlichen:

Wir lassen alle unsere Kontakte wissen, mit wem wir zusammen sind, was wir gegessen haben, was uns gefällt und was unsere Meinung zu den verschiedensten Themen ist. Dabei produzieren wir eine riesige Menge an Daten, die es vorher nicht gab. Dieser Prozess wird auch als datafication bezeichnet: Informationen werden in Daten verwandelt.

Diese Daten sind für Unternehmen einerseits profitabel und andererseits bieten sie auch interessante neue Einblicke. Daher ist es kein Wunder, dass Forscher und Firmen permanent auf der Suche nach neuen Werkzeugen und Plattformen sind, die noch mehr der wertvollen Daten erheben.

So entwickelte z.B. das japanische Advanced Institute of Industrial Technology Sensoren für Autositze, die messen, wie viel Gewicht auf welchem Bereich eines Sitzes lastet. Anhand dieser Verteilung können sie erkennen, wer gerade Platz genommen hat. Die so erstellten Po-Profile lassen sich etwa als Sicherheits-Feature einsetzen: Autos können nun so programmiert werden, dass sie nur für Fahrer starten, die sie anhand ihres Gesäßes erkennen.

Ein weiteres Beispiel: Apple hat schon 2009 ein Patent für besonders datenempfängliche Kopfhörer eingereicht. Sie können nicht nur Musik abspielen, sondern nebenbei noch den Sauerstoffgehalt des Blutes, den Puls und die Körpertemperatur messen. Auch IBM unternimmt viele Schritte in diese Richtung. U.a. hält das Unternehmen seit 2012 ein Patent für einen Bodenbelag, der erkennt, wann und wie sich verschiedene Menschen über ihn bewegen.

Es werden also immer weitere Informationsquellen von Unternehmen angezapft, um herauszufinden, wie wir uns verhalten und interagieren, und mit diesen Erkenntnissen natürlich neue Produkte zu entwickeln, die möglichst viele Menschen kaufen.

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