DEZ 20 2019

Für die Welt nach der AKI-Erfindung gibt es diverse Szenarien mit unterschiedlichen Konsequenzen für die Menschheit.

Wissen

Im Grunde hat das Wettrennen um die Entwicklung einer allgemeinen künstlichen Intelligenz längst begonnen. Wenn wir diesen Prozess so akribisch vorantreiben, müssen wir auch fragen: Wie soll die Welt anschließend aussehen? Nur so können wir versuchen, die Entwicklung in diese Richtung zu beeinflussen.

Die KI-Forschung hat dazu diverse „Nachwirkungsszenarien“ skizziert. Das erste Szenario entwirft eine einzelne Superintelligenz als wohlwollenden Diktator, der die Welt zum größtmöglichen Wohlbefinden der Menschen regiert. Er beseitigt mit seiner intellektuellen Übermacht Armut, Krankheiten und technische Missstände, damit die Menschen in Luxus und Muße leben können.

Ein vergleichbares Szenario wäre das des Schutzgotts: Hier ist der Mensch nach wie vor Herr seines eigenen Schicksals, wird allerdings im Hintergrund von einer Art diskreter „Nanny-KI“ beschützt und behütet.

In einem anderen Szenario, einer egalitären Utopie, existieren Mensch und Maschine in Frieden nebeneinander. Ihre Koexistenz wird durch klare Eigentums- und Schutzrechte geregelt, die die Erde in verschiedene Gebiete gliedern: Eine wäre eine Maschinenzone ohne biologisches Leben. Eine weitere wäre eine Menschen vorbehaltene Zone. Und dann gäbe es gemischte Zonen, in denen Mensch und Maschine durch die kontinuierliche technologische Optimierung ihrer Körper zu Cyborgs verschmolzen sind. Dieses an sich friedvolle Szenario ist allerdings wenig realistisch. Warum nämlich sollten die Maschinen Menschen respektieren, wenn sie sie nicht mehr brauchen?

Das zuvor bereits umrissene Eroberer-Szenario entwirft das Ende der Menschheit. Hier übernehmen die KIs die totale Kontrolle über den Planeten. Der Mensch ist für sie eine Bedrohung, eine Last oder schlichtweg eine parasitäre Verschwendung wertvoller Ressourcen und wird vollständig vernichtet. Im aus menschlicher Sicht ähnlich fatalen Zoowärter-Szenario bleiben nur einige wenige Exemplare unserer Spezies am Leben, um die KIs in zooähnlichen Etablissements zu unterhalten.

All das sind und bleiben natürlich hypothetische Entwürfe einer ungewissen Zukunft. Bis es zu so etwas wie einer Intelligenzexplosion kommen kann, muss die KI-Entwicklung noch einige Hürden überwinden. Welche das sind, sehen wir in den letzten beiden Blogs.

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