• Fraunhofer IMS: Vertrauenswürdige eingebettete KI mit RISC-V 16. Oktober 2019
    Auf Basis der freien Befehlssatzarchitektur RISC-V entwickelte das Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme einen Prozessor, der eine vertrauenswürdige eingebettete Künstliche Intelligenz möglich macht. Eine eigene Kryptoeinheit sorgt dabei für Sicherheit.
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Netzaufbau in der Car2Car Kommunikation

das physikalische Netz besteht aus sogenannten On Board Units (OBU) und Road Side Units (RSU). Die OBU wird im Fahrzeug verbaut, während die RSU z.B. an Autobahnen, Rasthöfen, usw. fest installiert ist und einen Zugang zum Internet bereitstellen kann.

Das Netz ist dezentral aufgebaut. Es gibt also kein zentrales Management, das Routingaufgaben oder ähnliches übernehmen kann. Es müssen Routingalgorithmen entwickelt werden, bei denen jeder Knoten im Netz entscheiden kann, wie das Paket weitergeleitet werden muss, damit es das Ziel erreicht. Das Paket kann über einen Single oder Multi-Hop weitergeleitet werden. Dabei wird unterschieden zwischen einem Longitudinal Hopping und Transversal Hopping.

Beim Longitudinalen Hopping wird das Datenpaket auf den Vorder- oder Hintermann weitergeleitet – es wechselt also nicht die
Fahrspur. Beim Transversalen Hopping wird das Paket auf die gegen überliegende Fahrerspur weitergeleitet. Bei den neuen Protokollen ist es möglich, ein Paket als Geocast zu adressieren, sodass alle möglichen Empfänger an einer bestimmten geographischen Stelle das Paket erhalten.

Ebenso gibt es die Möglichkeit einen einzelnen Empfänger mit einem Geounicast zu adressieren, sowie mit Hilfe eines Geoanycast mindestens einen Empfänger und beliebig weitere zu adressieren. Es können auch ganze geographische Gebiete adressiert werden.

Zusätzlich zu den neuen Car2Car Protokollen wird auch das Standard TCP/IP Protokoll mit eingebunden. So kann auch an Raststätten über einen Hotspot im Internet gesurft werden. Durch das TCP/IP Protokoll kann auch über einen RSU-Gateway mit dem Internet eine Verbindung aufgebaut werden. Bei der Aufteilung der Zeitschlitze wird die RSU vorteilhaft behandelt. Sie dürfen alle 100ms für eine Zeitdauer von 750s senden. Die OBU darf nur alle 750ms für eine Zeitdauer von 580s senden.

Beim 802.11p Standard gibt es insgesamt 7 Kanäle zur Kommunikation

1 Steuerkanal Dieser Kanal muss von allen Teilnehmern stets in einem bestimmten Intervall abgehört werden. Er wird für die Steuerung des Datenverkehrs, für die Übertragung von RSU Beacons und für Notfallwarnungen verwendet. Dieser Kanal sendet auf der maximalen Sendeleistung von 44.8 dBm. So wird gewährleistet, dass die wichtigen Daten auch bei den Empfängern ankommen. Sollte eine Notfallwarnung gesendet werden, so ist es möglich, dass alle Übertragungen auf anderen Kanälen pausiert werden, um die Warnung möglichst schnell im Netz zu verteilen.

1 “Public Safety IntersectionsKanal Auf diesem Kanal werden Informationen an Kreuzungen übertragen, wie z.B. Ampelsignale oder Warnschilder. Er sendet mit
einer Leistung von 40dBm.

1 Car2CarCommunication-Kanal Auf diesem Kanal kommunizieren die Fahrzeuge untereinander. Er sendet mit einer Sendeleistung von 33dBm.

4 Servicekanäle Hier werden verschiedene Anwendungen übertragen. Diese Kanäle senden mit 23 dBm.

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