MS-DOS, kurz für Microsoft Disk Operating System, ist Microsofts erstes Betriebssystem für x86-PCs.

Es wurde ursprünglich für den Intel-Prozessor 8086/8088 entwickelt und war in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren das dominierende Betriebssystem für Einzelplatzrechner.

Heute wird MS-DOS, das immer wieder erweitert wurde (u. a. durch grafische Benutzeroberflächen), für zeitkritische Anwendungen, Startmedien (Boot-Disketten) oder für Anwendungen, die direkten Zugriff auf die Hardware erfordern, vor allem in Embedded Systems eingesetzt. Die früheren Windows-Versionen 1.0 bis 3.11, 95 (4.0), 98 (4.1) und Me (4.9) waren von DOS abhängig. Windows NT und die darauf basierenden Microsoft-Betriebssysteme bauen nicht mehr auf MS-DOS auf und können DOS-Software nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausführen. Hier kommen seitdem verstärkt Emulatoren zum Einsatz.

MS-DOS ist Bestandteil jeder WINDOWS Installation. Aufgerufen wird MS-DOS über „ausführen“. Der Befehl lautet cmd

Wie lade ich Teile des Betriebsystems in den hohen Speicher?

Die highmen.sys kann das erledigen. Hier die Beschreibung

HIMEM ist ein Erweiterungsspeicher-Manager, ein Programm, das die Verwendung des Erweiterungsspeichers Ihres Computers, einschließlich des oberen Speicherbereichs (High Memory Area, HMA), koordiniert, so dass niemals zwei Anwendungen oder Gerätetreiber denselben Speicher gleichzeitig verwenden.

Sie installieren HIMEM, indem Sie Ihrer Datei CONFIG.SYS einen Device-Befehl für HIMEM.SYS hinzufügen. Die HIMEM-Befehlszeile muss vor allen Befehlen stehen, die Anwendungen oder Gerätetreiber starten, die Erweiterungsspeicher benutzen. So muss HIMEM.SYS z.B. vor der EMM386-Befehlszeile stehen.

Dieser Gerätetreiber muss durch einen Befehl Device oder Devicehigh in Ihrer CONFIG.SYS-Datei geladen werden.
Syntax
DEVICE=[Laufwerk:][Pfad]HIMEM.SYS [/A20CONTROL:ON|OFF] [/CPUCLOCK:ON|OFF] [/EISA] [/HMAMIN=m] [/INT15=xxxx] [/NUMHANDLES=n] [/MACHINE:xxxx] [/SHADOWRAM:ON|OFF] [/TESTMEM:ON|OFF] [/VERBOSE]

In den meisten Fällen müssen Sie keine Optionen angeben. Die Standardwerte arbeiten mit den meisten Systemen zusammen.
Parameter
[Laufwerk:][Pfad]

Bezeichnet die Position der Datei HIMEM.SYS. HIMEM.SYS muss sich immer auf dem Laufwerk befinden, das auch Ihre MS-DOS-Dateien enthält. Befindet sich die Datei HIMEM.SYS im Stammverzeichnis Ihres Startlaufwerks, müssen Sie keinen Pfad angeben. Sie müssen jedoch stets den Dateinamen (HIMEM.SYS) angeben.
/A20CONTROL:ON|OFF

Gibt an, ob HIMEM die Steuerung der A20-Leitung auch dann übernehmen soll, wenn A20 beim Laden von HIMEM eingeschaltet war. Die A20-Leitung ermöglicht Ihrem Computer den Zugriff auf den Erweiterungsspeicher und die HMA. Wenn Sie /A20CONTROL:OFF angeben, übernimmt HIMEM die Steuerung der A20-Leitung nur, wenn A20 beim Laden von HIMEM ausgeschaltet war. Die Standardeinstellung ist /A20CONTROL:ON.
/CPUCLOCK:ON|OFF

Gibt an, ob HIMEM die Taktgeschwindigkeit Ihres Computers beeinflussen soll. Ändert sich die Taktgeschwindigkeit Ihres Computers beim Installieren von HIMEM, kann das Problem durch Angabe von /CPUCLOCK:ON in einigen Fällen gelöst werden. Wenn Sie diese Option verwenden, wird HIMEM jedoch langsamer. Die Standardeinstellung ist /CPUCLOCK:OFF.
/EISA

Gibt an, dass HIMEM.SYS den gesamten verfügbaren Erweiterungsspeicher in einem EISA-System verwalten soll. Diese Option ist nur auf einem EISA-System mit mehr als 16-MB-Speicher erforderlich; auf anderen Computern verwaltet HIMEM automatisch den gesamten verfügbaren Erweiterungsspeicher zu.
/HMAMIN=m

Gibt an, wieviel Kilobyte Speicher eine Anwendung anfordern muss, damit HIMEM ihr den oberen Speicherbereich (HMA) zur Verfügung stellt. Nur jeweils eine Anwendung kann den HMA verwenden; HIMEM ordnet den HMA der ersten Anwendung zu, die den von dieser Option angegebenen Speicherbedarf erfällt. Siöe können einen Wert von 0 bis 63 angeben.

Setzen Sie /HMAMIN auf die Speicherkapazität, die die Anwendung benötigt, die den meisten HMA-Speicher verwendet.

Die Option /HMAMIN ist nicht obligatorisch; der Standardwert ist Null. Wenn Sie die Option weglassen (oder auf Null setzen), ordnet HIMEM den HMA der ersten Anwendung zu, die ihn anfordert. Dabei spielt es keine Rolle, wieviel HMA die Anwendung verwenden wird.

Die Option /HMAMIN hat keine Wirkung, wenn Windows im erweiterten 386-Modus läuft.
/INT15=xxxx

Ordnet der Interrupt 15h-Schnittstelle die zu reservierende Erweiterungsspeicherkapazität (in Kilobyte) zu. Einige frühere Anwendungen verwenden diese Schnittstelle zur Zuordnung des Erweiterungsspeichers an Stelle der von HIMEM gebotenen XMS-Methode (Extended-Memory Specification). Wenn Sie solche Anwendungen verwenden, können Sie sicherstellen, dass für sie genügend Speicher vorhanden ist, indem Sie xxxx auf 64 KB mehr setzen, als die Anwendung braucht.

Sie können einen Wert von 64 bis 65535 angeben, nicht jedoch mehr Speicher, als Ihr System besitzt. Wenn Sie einen Wert unter 64 angeben, wird der Wert zu 0. Der Standardwert ist 0.
/NUMHANDLES=n

Gibt die maximale Anzahl von Erweiterungsspeicherblock- (Extended-memoryblock, EMB) Zugriffsnummern an, die gleichzeitig benutzbar sind. Sie können einen Wert von 1 bis 128 angeben; der Standardwert ist 32. Jede zusätzliche Zugriffsnummer benötigt einen weiteren 6-Byte-Speicher.

Die Option /NUMHANDLES hat keine Wirkung, wenn Windows im erweiterten 386-Modus läuft.
/MACHINE:xxxx

Gibt an, was für einen Computertyp Sie verwenden. Normalerweise kann HIMEM Ihren Computertyp erfolgreich feststellen. Einige Computer bereiten jedoch Probleme. Auf solchen Systemen verwendet HIMEM den Standardsystemtyp (IBM AT oder Kompatible). Wenn Ihr Computer zu den Typen gehört, die HIMEM nicht erkennt, und HIMEM auf Ihrem System bei Verwendung des Standardsystemtyps nicht einwandfrei arbeitet, müssen Sie eventuell die Option /MACHINE angeben.

Zur Zeit erfordern folgende Systeme diese Option: Acer 1100, Wyse und IBM 7552.

Der Wert von xxxx kann einer der in der folgenden Tabelle aufgelisteten Codes oder die entsprechende Nummer sein.
Code Nummer Computertyp

at 1 IBM AT oder 100% kompatibel
ps2 2 IBM PS/2
ptlcascade 3 Phoenix Cascade BIOS
hpvectra 4 HP Vectra (A & A+)
att6300plus 5 AT&T 6300 Plus
acer1100 6 Acer 1100
toshiba 7 Toshiba 1600 & 1200XE
wyse 8 Wyse 12,5 Mhz 286
tulip 9 Tulip SX
zenith 10 Zenith ZBIOS
at1 11 IBM PC/AT (alternative Verzögerung)
at2 12 IBM PC/AT (alternative Verzögerung)
css 12 CSS Labs
at3 13 IBM PC/AT (alternative Verzögerung)
philips 13 Philips
fasthp 14 HP Vectra
ibm7552 15 IBM 7552 Industrie-Computer
bullmicral 16 Bull Micral 60
dell 17 Dell XBIOS
/SHADOWRAM:ON|OFF

Gibt an, ob das Shadow RAM (SHADOWRAM:OFF) abgeschaltet werden oder ob der ROM-Code aus RAM (SHADOWRAM:ON) aktiv gelassen werden soll. Einige Computer beschleunigen den Ablauf von ROM-Code, indem sie ihn beim Starten in den schnelleren RAM-Speicher kopieren. Dabei wird jedoch etwas Erweiterungsspeicher verbraucht. Auf Computern, die Shadow RAM verwenden und weniger als 2-MB-Speicher aufweisen, versucht HIMEM normalerweise, das Shadow RAM abzuschalten, um zusätzlichen Speicher für Windows zu gewinnen. (HIMEM kann Shadow RAM nur auf bestimmten Systemen abschalten.) Wenn HIMEM Shadow RAM abschaltet, läuft der ROM-Code im langsameren ROM anstatt im RAM ab; Ihr Computer arbeitet daher eventuell etwas langsamer, als er zuvor arbeitete.
/TESTMEM:ON|OFF

Bestimmt ob HIMEM einen Speichertest beim Starten des Computers durchführen soll. Standardmäßig überprüft HIMEM die Zuverlässigkeit Ihres Erweiterungsspeichers jedesmal wenn Ihr Computer startet. Dieser Test kann Speicher identifizieren, der nicht mehr zuverlässig ist; unzuverlässiger Speicher kann zu Systeminstabilitäten und Datenverlust führen. Die Speicherüberprüfung von HIMEM ist gründlicher als der standarmäßige Speichertest, der beim Starten der meisten Computer ausgeführt wird. Um zu verhindern, dass HIMEM den Speicher überprüft, geben Sie /TESTMEM:OFF an. Wenn Sie die Speicherüberprüfung ausschalten, wird die Zeit für das Aufstarten des Computers verkürzt. (Die Standareinstellung ist /TESTMEM:ON.)
/VERBOSE

Ordnet HIMEN an, Status und Fehlermeldungen während des Ladens anzuzeigen. Standardmäßig zeigt HIMEM nur dann Meldungungen an, wenn ein Fehler aufgetreten ist. Sie können /VERBOSE auf /V abkürzen. (Um Statusmeldungen ohne die Verwendung von /VERBOSE anzuzeigen, müssen Sie die ALT-Taste drücken während HIMEM geladen und gestartet wird.)
Anmerkungen
HIMEM überprüft die Zuverlässigkeit Ihres Erweiterungsspeichers

Die MS-DOS-6.22-Version von HIMEM.SYS enthält eine besondere Sicherheitsfunktion: der Erweiterungsspeicher Ihres Computer wird bei jedem Systemstart überprüft. HIMEM testet den Speicher, indem Daten an alle Speicheradressen geschrieben und wieder gelesen und verglichen werden. Wenn die an einer Adresse gelesenen Daten sich von den unmittelbar zuvor geschriebenen Daten unterscheiden, ist der Speicher an dieser Adresse unzuverlässig. Unzuverlässiger Speicher kann zu Systeminstabilitäten und Datenverlust führen. Die Speicherüberprüfung von HIMEM ist gründlicher als der standarmäßige Speichertest, der beim Starten der meisten Computer ausgeführt wird.

Wenn HIMEM unzuverlässigen Speicher findet, wird HIMEM nicht geladen und folgende Meldung angezeigt:
HIMEM hat unverlässigen XMS-Speicher entdeckt bei Adresse XXXXXXXXh.

Wenn Sie diese Meldung erhalten, sollten Sie den Speicher Ihres Computer von einem qualifizierten Computertechniker untersuchen lassen. Trotzdem können Sie die Speicherüberprüfung übergehen und HIMEM mit der Option /TESTMEM:OFF laden. Es wird nicht empfohlen dies zu tun, bevor Sie den Speicher des Computers von einem Techniker überprüfen lassen haben.
Standardspeicherzuordnung

Nur jeweils ein Programm kann zur gleichen Zeit den oberen Speicherbereich (HMA) verwenden. Wenn Sie die Option /HMAMIN=m weglassen (oder m auf 0 setzen), reserviert HIMEM.SYS den HMA für das erste Programm, das ihn anfordert und den von der Option /HMAMIN=m eingestellten Speicherbedarf erfüllt. Um den oberen Speicherbereich optimal auszunützen, setzen Sie /HMAMIN=m auf die Speicherkapazität, die das Programm benötigt, das den meisten HMA-Speicher verwendet.
Laden von MS-DOS in den oberen Speicherbereich

HIMEM.SYS oder ein anderer XMS-Treiber muss geladen sein, um MS-DOS in den oberen Speicherbereich (HMA) laden zu können. Sie laden MS-DOS in den HMA, indem Sie in Ihre Datei CONFIG.SYS den Befehl DOS=HIGH setzen. (Der Befehl DOS=HIGH kann in der Datei CONFIG.SYS an beliebiger Stelle stehen.)
Beispiele

Um HIMEN unter Verwendung der Standardwerte auszuführen, fügen Sie die folgende Befehlszeile zu Ihrer CONFIG.SYS-Datei hinzu:
device=himem.sys

Die oben angezeigte Befehlszeile gibt keinen Pfad für HIMEM.SYS an. MS-DOS sucht daher die Datei HIMEM.SYS nur im Stammverzeichnis Ihres Startlaufwerks. Da diese Befehlszeile keine zusätzlichen Optionen enthält, verwendet HIMEM für diese Optionen die Standardwerte. HIMEM ordnet also den HMA dem ersten Programm zu, das ihn anfordert, und erlaubt die gleichzeitige Verwendung von bis zu 32 Erweiterungsspeicher-Zugriffsnummern.
Erhöhen der Anzahl der Zugriffsnummern, die HIMEM zur Verfügung stellt

Um anzugeben, dass maximal bis zu 128 Erweiterungsspeicher-Zugriffsnummern gleichzeitig verwendbar sind, fügen Sie die folgende Befehlzeile zu Ihrer CONFIG.SYS-Datei:
device=c:\dos\himem.sys /numhandles=128

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