APR 17 2019

Früh übt sich: Schon als Kind war Steve Wozniak ehrgeizig und von Elektronik begeistert.

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Steven Gary Wozniak wurde 1950 im kalifornischen Sunnyvale geboren. Die Stadt gilt als das Zentrum des Silicon Valley, doch das Tal war damals etwas ganz anderes als heute: Statt hipper Internet-Start-ups prägten Rüstungskonzerne das dortige Leben und Arbeiten. Computer waren zu dieser Zeit Maschinen, die ganze Räume füllten und die die Öffentlichkeit nie zu Gesicht bekam.

Steves Vater Jacob arbeitete als Ingenieur bei dem Luft- und Raumfahrtunternehmen Lockheed. Was genau er dort eigentlich gemacht hat, hat die Familie nie erfahren – es war geheim. Trotzdem spielte sein Beruf eine wichtige Rolle bei der Entwicklung seines Sohnes.

Bereits seit seiner frühen Kindheit war Steve von allem, was mit Elektronik zu tun hatte begeistert. Er war der geborene Bastler: Mit sechs Jahren schraubte er seinen ersten eigenen Radioempfänger zusammen. Mit elf baute er etwas, von dem wohl die meisten Jungen zu dieser Zeit träumten: Eine private Fernsprechanlage zwischen seinem Zimmer und dem eines Kumpels, der in der Nachbarschaft wohnte. Er schnorrte sich von einem Angestellten eines Telefonanbieters die Kabel, die er dazu brauchte, und lernte alles darüber, wie Telefone und Fernsprechanlagen funktionieren. Er baute Mikrophone und einen Alarm ein und konnte schließlich die ganze Nacht heimlich mit seinem Kumpel quatschen.

Sein wichtigstes Vorbild war Tom Swift: Der Held einer Serie von Abenteuerromanen, die sich oft um technische Themen drehten. Swift war ein Teenager, der sich mit Wissenschaft beschäftigte und als Ingenieur verschiedene Geräte baute, mit denen er regelmäßig die Welt rettete. Tom Swift war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Er hatte seine eigene Firma, bereiste die Welt und hatte einen besten Freund, mit dem er alles teilte. Genau so ein Leben wollte Steve auch führen.

Steve Wozniaks Leidenschaft für Elektronik und sein großer Ehrgeiz waren die besten Voraussetzungen für seine Karriere als Entwickler und Ingenieur. In der dritten Klasse gewann er z.B. einen Mathematik-Wettbewerb. So merkte er, dass er darin wirklich gut war. Doch anstatt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, begann er, noch mehr darüber zu lernen. Er wollte nicht nur der Beste seiner Klasse, sondern im ganzen Tal sein!

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