• Was müssen Schaltschränke für die Fertigung leisten? 21. November 2018
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OKT 30 2018

UNIX

UNIX, Wissen

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In den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts arbeiteten nahmhafte US-Firmen wie AT&T und General Electric an einem Betriebsystemprojekt namens MULTICS (Multiplexed Information and Computing Service) das vielen Benutzern einen dialogorientierten Rechnerzugang bieten sollte. Da das Projekt nur langsam voran ging, zog AT&T sich Ende der sechziger Jahre zurück. Ken Thompson und Dennis Ritchie, Mitarbeiter in AT&T Bell Laboratories und bis dato am MULTICS-Projekt beteiligt, schufen in Assembler-Code ein von MULTICS inspiriertes, aber wesentlich kleineres System für einen PDP-7-Rechner von Digital Equipment. Mehr oder weniger scherzhaft nannten sie es UNICS (Uniplexed Information and Computing Service).

Schon bald (1973)war das System größtenteils in C umgeschrieben (der entscheidende Grund für die spätere Portabilität und Popularität) und wurde UNIX genannt. Freie Kopien wurden an Universitäten verteilt und die Computer Science Research Group (CSRG) der Berkeley-Universität in Kalifornien bildete neben den AT&T-Arbeitsgruppen einen Schwerpunkt der so divergierenden UNIX Entwicklung.

Die von der CSRG als Berkeley Software Distribution herausgegebene Variante wurde landläufig als BSD-UNIX bezeichnet; die letzte Version 4.4BSD der danach aufgelösten CSRG wurde 1994 freigegeben. Bei AT&T mündete die Entwicklung 1989 in UNIX System V Release 4 (SVR4), die die wichtigsten Merkmale von 4.3BSD einschließt. Später (1993) verkaufte AT&T das UNIX-System an NOVELL und NOVELL verkaufte wiederum 1995 an The Sanata Cruz Operation (SCO). Mittlerweile ist die Firma Caldera, Distributor des Caldera Open Linux, Eigentümerin des Original-UNIX. Caldera hat nachfolgend den Namen SCO angenommen. Sehr große Verbreitung fand in den achtziger Jahren XENIX ein auf der UNIX Seventh Edition (1978) basierendes System für den IBM PC XT/AT und kompatible Rechner. Der Vertrieb von XENIX war einst eine wesentliche Einnahmequelle der Firma Microsoft; später ging XENIX ein in das SCO UNIX der oben genannten Santa Cruz Operation.

Quelle: K. Heuer et al. UNIX Systemadministration
(C)Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

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