OKT 25 2017

Energieeffizienz, Börse und Roboter

Wissenschafts News

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Energieeffizienz und Roboter – Energieeffizienz, Börse und Roboter

Energieeffizienz und Roboter

Anfang dieses Jahres hat das IT-System „Libratus“, das auf künstlicher Intelligenz basiert, vier Weltklasse-Spieler im Poker besiegt. Schon zuvor zeigten sich Maschinen im Schach ihren menschlichen Gegenspielern überlegen. Doch nicht nur das Reich der Spiele wird von künstlicher Intelligenz erobert. Auch in andere Bereiche unseres Lebens dringen intelligente Maschinen vor.

Roboter

saugen eigenständig Staub und mähen den Rasen. Digitale Assistenten mit wohlklingenden Namen versorgen uns mit Informationen oder erledigen unsere Aufgaben. Logistiksysteme bestellen eigenständig Waren nach, die von Drohnen geliefert werden. In der Automobilindustrie haben Roboter den Menschen in einigen Bereichen schon komplett ersetzt. Dadurch kann die Automobilindustrie immer kürzer werdende Produktentwicklungen realisieren und immer kürzer werdende Modellaufzeiten bringen neue Modelle in kürzeren Abständen auf den Markt.

Selbstfahrende Autos, Maschinen, die komplett autonom Transaktionen durchführen, Chatbots in der Kundenkommunikation – all das ist nur der Anfang: Die Zahl der maschinengesteuerten digitalen Prozesse nimmt weiter zu. Analysen der Oxford University zufolge werden autonome Roboter in den nächsten 50 Jahren bis zu 50 Prozent aller bestehenden Jobs stark beeinflussen.

Die Börse

Energieeffizienz und Roboter Machine Economy – gab es das schon einmal?

Der Begriff „Machine Economy“ mag auf den ersten Blick etwas verwirren. Maschinen kommen schließlich schon seit Erfindung der Dampfmaschine in der Wirtschaft zum Einsatz und haben uns einen beispiellosen wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt beschert. Dieser wird aktuell durch die vierte industrielle Revolution erneut beschleunigt. Die Industrie 4.0 sorgt dafür, dass sich Maschinen digital vernetzen und immer intelligenter werden. Statt vom Menschen bedient werden zu müssen, agieren sie autonom, kommunizieren eigenständig miteinander, handeln mit Daten oder anderen Gütern und treffen selbständig Entscheidungen – nicht selten mit besseren Ergebnissen als wir Menschen. Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung ist es ein nicht mehr allzu großer Schritt, bis sie zu ökonomisch unabhängigen Mikro-Unternehmen mit eigener Gewinn- und Verlustrechnung werden.

Maschinen als gleichberechtigte Marktteilnehmer – diese Vision mag auf viele eher abschreckend wirken. Ist das überhaupt realistisch?
Werden Maschinen die Macht über ganze Volkswirtschaften ergreifen? Lassen sie sich noch effektiv kontrollieren oder geraten sie außer Kontrolle? Könnten zum Beispiel nicht mehr beherrschbare Algorithmen unsere Börsen ins Chaos stürzen?

Selbst im Mekka der Technologiegläubigen gibt es kritische Stimmen zur Machine Economy. So bezeichnet Elon Musk künstliche Intelligenz als „größte existenzielle Bedrohung“, mit der wir „den Teufel herbeirufen“. Entscheidend ist, wie wir mit Maschinen zusammenarbeiten und wofür wir sie einsetzen. Wir haben es in der Hand, wieviel Autonomie wir ihnen gewähren. Die Maschinen müssen für uns arbeiten, nicht wir für die Maschinen.

Es geht also darum, das Miteinander von Mensch und Maschine in unserem Sinne zu gestalten. Dafür sollten wir die vielen Chancen sehen, die mit der digitalen Technologie verbunden sind – selbstverständlich ohne die Augen vor Risiken oder ethischen Fragestellungen zu verschließen.

Künstliche Intelligenz – Basis für das Energiesystem der Zukunft

Wie auch immer unsere persönliche Einstellung zu intelligenten Maschinen ausfällt – ihr Vormarsch ist unaufhaltsam. Immer mehr Aufgaben werden künftig an Maschinen delegiert. Auch das Energiesystem der Zukunft wird ohne künstliche Intelligenz nicht funktionieren. Ich bin überzeugt, dass sie die Basis für ein nachhaltiges, dezentralisiertes und dekarbonisiertes Energiesystem ist.

Es gibt keinen anderen Weg, die Energie aus hunderttausenden Solaranlagen zu verteilen und dabei mit noch mehr „Prosumern“ – also Konsumenten, die zugleich auch Produzenten sind – zu interagieren. Smarte Technologien werden nicht nur das Antlitz der Energieversorger verändern. Maschinen werden eine eigene Kundengruppe darstellen, deren Bedürfnisse wir verstehen müssen, um ihnen passende Leistungen anzubieten.

Quelle:
Ein Beitrag von:
Peter Terium
CEO von innogy SE

Quellen Referenz: XING


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